| Biotech-Flash |
12.02.2009, 11:19 |
| Auf Aufholjagd? - Stimmung hellt sich auf
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Abermals präsentierte sich die wöchentliche Wertentwicklung der weltweiten Branchenindizes eher zweigeteilt. Die reinen Bio-Subindizes dies- und jenseits des Atlantiks verbuchten hierbei deutliche Kursgewinne. Indizes der Pharmabranche konnten hingegen mit ihrer Wochenperformance kaum überzeugen.
Mit einem Kursgewinn von per Saldo 4,5 % setzte sich der
deutsche Prime
Biotechnologie-Index an die Spitze der wöchentlichen Top-Performer. Auf Rang
zwei gastiert mit einem Kursplus von 2,5 % auf Wochenbasis der US-amerikanische
Amex Biotech. Letztgenannter führt indes die Statistik auf Jahresfrist mit
einer Outperformance von knapp 8 % vor dem Prime Biotechnologie (6,6 %) und dem
Nasdaq Biotech-Index (2,5 %) an. Die Benchmark-Indizes MDax und
Nasdaq legten im Wochenvergleich zu, was das Minus im MDax seit dem
Jahreswechsel um einen Prozentpunkt reduzierte.
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Index
|
aktueller
Stand
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Diff. Vorwoche
|
ggü. Jahr.anf.
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|
Nasdaq Biotech (US)
|
749
|
-0,4 %
|
+2,5 %
|
|
Amex Biotech (US)
|
699
|
+2,5 %
|
+7,9 %
|
|
Amex Pharma (US)
|
263
|
+0,0 %
|
-3,7 %
|
|
Pr. Ph. &
Healthcare (D)
|
1.452
|
-0,2 %
|
+0,1 %
|
|
Pr. Biotechnologie
(D)
|
161
|
+4,5 %
|
+6,6 %
|
|
Prime
IG Healthcare (D)
|
281
|
-1,1 %
|
+1,8 %
|
|
MDax (D)
|
5.187
|
+1,2 %
|
-9,0 %
|
|
Nasdaq
Composite (US)
|
1.530
|
+1,0 %
|
-6,1 %
|
Daten
vom 11.02.2009
Das auf die Entnahme, Aufbereitung und Lagerung von
Nabelschnurblut spezialisierte
Unternehmen Vita 34 beabsichtigt nach Slowenien zu expandieren. Das
gaben die Leipziger im gestrigen Handelsverlauf bekannt. Demnach soll das
slowenische Unternehmen Izvorna celica im Rahmen der Zusammenarbeit das
Marketing und die Schulungen in Geburtskliniken in Slowenien für die Entnahme des
Nabelschnurblutes übernehmen. Vita 34 fokussiert sich dagegen auf die
Aufbereitung des Blutes hin zum Präparat in Deutschland. Vita 34-Aktien büßen
am Morgen dennoch knapp 4 % auf 2,46 Euro ein.
Der deutsch-niederländische Biotechnologie-Konzern Qiagen veröffentlichte zu
Wochenbeginn erfreuliche Ergebnisse zum abgelaufenen Geschäftsjahr:
Unternehmensangaben zufolge erzielte der Konzern nach vorläufigen Schätzungen
im vierten Quartal ein Umsatzplus von 13 % auf mehr als 237 Mio. US-Dollar. Das
operative Ergebnis kletterte im gleichen Zeitraum um gut zwei Drittel auf über
40 Mio. US-Dollar. Im Gesamtjahr 2008 konnte Qiagen den konsolidierten Umsatz
um rund 40 % auf 893 Mio. US-Dollar steigern. Auf Wochenbasis verteuerten sich
die Anteilsscheine des TecDax-30-Konzerns um mehr als 5 % auf nunmehr 13,95
Euro.
Bereits am Donnerstag vergangener Woche teilte der Wirkstoffforscher Geneart mit, das europäische Patent für ein Screeningverfahren nach antiviralen Therapeutika erhalten zu haben. Das Verfahren basiere auf künstlichen
virusähnlichen Reportergenen. Es ermögliche die Identifikation einer neuen
Klasse antiviral wirksamer Medikamentenkandidaten. Damit könne untersucht
werden, ob potentielle Medikamentenaspiranten die Vermehrung eines Virus
unterdrücken. Das Patent hat in verschiedenen europäischen Ländern Gültigkeit.
Das deutsche Patent wurde bereits 2008 erteilt. Ein vergleichbarer Schutz für
Nordamerika wurde im Rahmen des internationalen Patentverfahrens unlängst
beantragt. Im Vergleich zur Vorwoche verharrte der Aktienkurs des Regensburger
Konzerns weitgehend unverändert bei 8,20 Euro.
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